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Histamin Intoleranz
 
 

Was ist eine Histaminintoleranz?

 

Als Histaminintoleranz wird eine Unverträglichkeitsreaktion auf ein Zuviel an Histamin im Organismus bezeichnet. Histamin wird zum einen im Körper gebildet, kann aber auch über die Nahrung (z.B.Rotwein, alte Käsesorten,...) aufgenommen werden. Bei einer Abbaustörung des Organismus kann es zu vielerlei Beschwerden kommen. Symptome einer Histaminintoleranz können zum Beispiel die Haut, den Darm oder das Herz-Kreislauf-System betreffen. Die Histamintoleranz wird auch als immunologische Stoffwechselstörung bezeichnet und kann angeboren sein oder im Laufe des Lebens erworben werden. Häufig liegt parallel die Stoffwechselstörung HPU (siehe unten) vor. Diese Menschen weisen einen Mangel an Vitamin B 6, Zink und Mangan auf, was u.a. dazu führt, dass das Enzym Diaminoxidase nur unzureichend hergestellt werden kann.


Histaminintoleranz: Überangebot an Histamin im Körper


Bei Menschen mit funktionierender Histaminregulation kann überschüssiges Histamin problemlos abgebaut werden. Bei Menschen mit Histaminintoleranz reichert sich das Histamin aufgrund der verringerten Aktivität der Diaminoxidase an, was dann zu sehr vielen verschiedenen Symptomen führen kann.


Hier sind einige Symptome genannt:
- Durchfälle
- Darmkrämpfe
- Blähungen
- Herzklopfen
- Hautausschläge
- Nervenschmerzen
- Schwindelattacken
- Müdigkeit
- Bleierndes Gefühl im Kopf
- Migräne
- Asthma

Zwei Arten der Histaminintoleranz

Es gibt zwei Typen der Histaminintoleranz. Beim Typ DAO ist die Aktivität der Diaminoxidase eingeschränkt. Das über die Nahrung aufgenommene Histamin wird bei dieser Art der Histamintoleranz gar nicht oder nur unzulänglich abgebaut. Das führt in der Regel zu Darmreaktionen, wie Durchfall, Darmkrämpfen oder Blähungen.


Bei der Histaminintoleranz Typ HNMT ist zu wenig Histamin-N-Methyl-Transferase in den Zellen vorhanden. Auch hier ist der Abbau von Histamin nicht adäquat möglich und es kommt zu einer stetigen Anreicherung von Histamin im Körper, was dann oft undefinierbare Symptome in verschiedenen Körperbereichen zur Folge hat. Da die Anreicherung von Histamin bei dieser Art der Histaminintoleranz langsamer verläuft, kommt es meist erst nach einigen Stunden zu Symptomen.


Mein Diagnostik- und Therapieansatz:


Die Histaminintoleranz ist nicht einfach zu behandeln. Häufig haben Patienten jahrelang Beschwerden, ohne zu wissen, dass sie unter einer Histaminintoleranz leiden. Ich versuche mit dem Patienten gemeinsam zu orten, welche Lebensmittel Reaktionen hervorrufen. Sogar intensive Sporteinheiten können eine Histaminreaktion auslösen.


Des Weiteren ist in den meisten Fällen eine Labordiagnostik nötig, um die individuelle Stoffwechsel- und Hormonlage zu überprüfen. Häufig liegt eine Östrogendominanz vor, gepaart mit einer Darmflora, welche ein Übermaß an histaminbildenden Bakterien beinhaltet.


Zudem haben viele Patienten aufgrund von Amalgamfüllungen in den Zähnen und unprofessioneller Amalgamsanierung in der Vergangenheit ein Schwermetallproblem, was wiederum das Beschwerdebild der Histaminintoleranz verstärkt.


Die 5 Therapiepfeiler:


1) spezielle histaminarme Diät inkl. der Erstellung eines individuellen Ernährungsplans
2) naturheilkundliche Therapie zur Harmonisierung des Hormonhaushalts
3) Sanierung der Darmflora und Optimierung der Verdauungsaktivität
4) orthomolekulare Therapie
5) Ausleitung von Schwermetallen und anderen Umweltgiften


Bei Einhaltung der genannten Therapiepfeiler verbessert sich die Histaminintoleranz langsam aber stetig und die Patienten können wieder ein beschwerdearmes bis -freies Leben führen.


HPU (=Hämopyrrollaktamurie):

Die HPU ist eine häufig vorkommende Stoffwechselstörung. Sie führt durch die Bildung von Hämopyrrollaktamen (HPL) zum Mangel an Zink, Mangan und Vitamin B6. Die Beschwerden gehen auf die Mangelbilder dieser drei Mikronährstoffe zurück (z.B. schwaches Immunsystem, Störung des Aminosäurestoffwechsels, diverse Nahrungsmittelintoleranzen etc), aber auch auf den Mangel an Häm, den diese Patienten in der Regel aufweisen. Häm spielt bei der Entgiftung eine große Rolle, sowie in der Energieproduktion der Zelle (Mitochondrien). HPU-Patienten sind z.T. extrem stresslabil, was dazu führt, dass sie oft in Folge von chronischem Stress an Nebennierenerschöpfung oder Schilddrüsenstörungen (z.B. Hashimoto) leiden. Als Diagnostik dient der HPU-Test, der z.B. vom Labor KEAC in den Niederlanden durchgeführt werden kann.




 

 
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